, Seliner Patrick

Rückmeldung Umfrage Zukunft der Bergbahn-Infrastruktur und zwischenzeitliche Tätigkeiten

Vielen Dank für Ihre engagierte Teilnahme an unserer Umfrage vor rund zwei Wochen. Die ca. 170 Rückmeldungen geben uns ein gutes Bild Ihrer Erwartungen an den IG-Vorstand. Dementsprechend haben wir in den letzten zwei Wochen gehandelt (siehe weiter unten). Die Mehrheit von Ihnen steht dem Vorschlag der Gemeinden und der Weissen Arena Gruppe positiv gegenüber, erwartet jedoch mehr Transparenz und offene Kommunikation. Gerne weitere Details:

  1. Mehrheitlich sind Sie positiv gegenüber dem Vorschlag der Gemeinden und Weisse Arena Gruppe
  2. Sie erwarten von uns Transparenz und Kommunikation

Wir haben Ihre Rückmeldungen an die Gemeindepräsidenten und Reto Gurtner weitergeleitet und den Austausch mit Einheimischen gesucht – und übrigens auch umgekehrt. Dabei zeigte sich: Auch dort wird der Wunsch nach klaren Informationen geteilt. Trotz mehrfacher Hinweise auf die Bedeutung von Transparenz bleibt offen, welche Details an den Gemeindeversammlungen in Laax und Falera offengelegt werden. In der Beilage finden Sie eine Zusammenfassung der häufigsten Chancen, Bedenken und Fragen aus der Umfrage – diese haben wir unverändert an das Projektteam weitergegeben.

Im Austausch mit dem Projektteam (u.a. Gemeindepräsidenten und Reto Gurtner) haben wir mitgeteilt, dass im Pachtvertrag verschiedenste positive Informationen vorhanden sein werden und im Sinne von «tue gutes und sprich darüber» eine umfangreiche Kommunikation sinnvoll sei. Wir sind überzeugt, dass Transparenz das Vertrauen relevant erhöht und sich so wir aber v.a. auch die stimmberechtigte Bevölkerung ein besseres Bild machen könnte. Leider werden auch sinnvolle Informationen aus dem Pachtvertrag nicht veröffentlicht. Ob weitere Informationen an den Gemeindeversammlungen in Falera und Laax mitgeteilt werden, ist nicht bekannt. Wir bedauern, dass der Gesamtbevölkerung bis anhin nicht das Vertrauen geschenkt wird, mit diesen Informationen verantwortungsbewusst umzugehen, sondern relevante Angaben weiterhin zurückbehalten werden (ein kleines Beispiel: Anzahl Betriebstage der wichtigsten Bahnen in den jeweiligen Dörfern – denn nicht nur der FlemXpress in Flims ist wichtig, sondern auch der Bahnbetrieb in Falera und Laax).

In der Beilage finden Sie die jeweils am häufigsten genannten Rückmeldungen, Fragen und Anregungen zu Chancen und Bedenken dieses Geschäfts. Diese Unterlagen haben wir 1zu1 auch dem Projektteam mitgeteilt. Zu Details wurde nicht geantwortet, sondern (vergleichbar wie mit der Kommunikation mit den Einheimischen) folgendes der IG FLF mitgeteilt:

  1. Pachtvertrag:
    Die beiden Parteien sind sich in sämtlichen Punkten im Pachtvertrag einig. Aktuell wird dieser durch den Juristen bzw. die Steuerverwaltung Präzisierungen / genaue Formulierungen geprüft. An den Gemeindeversammlungen wird auf die einzelnen Punkte eingegangen und diese erklärt. Selbstverständlich wird das Kontrollorgan GPK der jeweiligen Gemeinde Einsicht in den Pachtvertrag erhalten.
  2. Transparenz
    Im Sinne der geltenden Praxis und analog anderer Gemeinden sehen wir keine Veranlassung, die Steueranteile Einheimische/Zweitheimische offenzulegen. Für eine Rabattierung von Bergbahntickets für Zweitheimische ist die Weisse Arena Bergbahnen AG zuständig. Die Gemeinden halten sich bewusst aus dem operativen Geschäft heraus. Die Finanzierung der Investitionen erfolgt über die Finanz Infra im Rahmen ihrer Kreditlimite. Die Gemeinden müssen sich nicht dazu äussern, ausser es sind raumplanerische Voraussetzungen zu genehmigen. Ein zusätzlicher Finanzbedarf seitens der Gemeinden ist nicht nötig.
  3. Finanzen
    Die Projektgruppe hat sich für den aufgezeigten Weg entschieden. Dieser ist finanzier- und umsetzbar, ohne dass die Gemeinden operativ tätig sein müssen. Dies ist auch nicht ihre Aufgabe. Die Investitionsentscheide erfolgen durch die Finanz Infra AG. Es besteht eine 10-Jahre, rollende Finanzplanung, welcher nach Priorität angepasst werden kann. Die Hauptinvestitionen der nächsten Jahre sind aufgeführt. Dieses Vorgehen hat sich in den letzten 20 Jahren bewährt.

(Ende der Antwort des Projektteams = für uns ist Ihre Umfragerückmeldung jedoch der Auftrag weiter dran zu bleiben)

In Zusammenarbeit mit der kantonalen Organisation «IG Zweitheimische GR» erhalten wir in nächster Zeit weitere Informationen zu Abonnementspreisen im Kanton. Ebenfalls interessieren sich vermehrt Medien aufgrund dieses Geschäfts und der aktiven Kommunikation der Gemeinden zu diesem Thema für die extremen Preisunterschiede Einheimisch/Zweitheimisch.